Drei Tage zwischen Pfaffenwinkel und Zugspitz Region. Auf den Himmlisch Genießen Radrunden bin ich durchs bayerische Voralpenland gefahren. An den Routen liegen unzählige Hofläden, Biergärten und Cafés. Aber das sind die fünf Stopps, die mir am meisten in Erinnerung geblieben sind.
Was sind die Himmlisch Genießen Radrunden?
Insgesamt sechs Genussradrunden zwischen 50 und 90 Kilometern, beschildert mit einem Engel, der eine Breze hält. Die Touren verbinden urige Wirtshäuser, abgelegene Bauernhofcafés, Biergärten und kleine Brauereien. Außerdem könnt ihr sie einzeln fahren oder zu Mehrtagestouren kombinieren. Immer mit Zugspitzblick.
Entwickelt wurden die Routen gemeinsam vom Tourismusverband Pfaffenwinkel und der Zugspitz Region. Auf beiden Seiten findet ihr die Tracks zum direkten Importieren. Praktisch: viele Start- und Zielpunkte liegen an Bahnhöfen. So lässt sich die Anreise auch ohne Auto planen.
Meine fünf Lieblingsstopps, sortiert von Nord nach Süd. So könnt ihr sie auf einer Tagestour zwischen Starnberger See und Ammergauer Alpen kombinieren.
Stopp 1: Bernrieder Hofladen am Starnberger See
Der erste Stopp liegt direkt am Starnberger See. Der Bernrieder Hofladen befindet sich im Schlossgut Bernried, in einem Raum mit Tonnengewölbe. Schon der Eingang durch das schmiedeeiserne Tor ist ein kleiner Moment.
Drinnen: handgemachte Nudeln (Starnberger See Wellen, Bernrieder Schneckerl), Käse vom Hofgut, Bio-Eier, geräucherter Fisch aus Bernrieder Herstellung, dazu Schokolade, Öle und Liköre zum Selbst-Abfüllen. Dazu ein kleines Café mit Dinzler-Kaffee und Eis von Levini. Genau das richtige für eine Pause vor oder nach der Tour.
Adresse: Tutzinger Straße 12d, 82347 Bernried am Starnberger See



Stopp 2: Caros Gutscafé auf Gut Dietlhofen
Weiter Richtung Süden, kurz vor Weilheim, liegt Gut Dietlhofen. Das Stiftungsgut gehört zur Peter-Maffay-Stiftung, und auf dem Gelände leben tatsächlich Bisons. Aber das ist nicht der Grund, warum dieser Stopp meine größte Entdeckung war.
Caros Gutscafé ist ein kleines Hof-Café mit Terrasse unter Bäumen, direkt am Dietlhofer See. Der Kaffee kommt von der Murnauer Rösterei. Die Kuchen sind hausgemacht und saisonal wechselnd. Außerdem gibt es einen Hofladen mit gutseigenen Bio-Produkten, Bisonfleisch und Rohmilchkäse aus dem Allgäu.
Wichtig: geöffnet nur Mittwoch bis Samstag, jeweils am Nachmittag. Wer hier vorbei will, sollte das einplanen.
Adresse: Gut Dietlhofen 1, 82362 Weilheim



Stopp 3: Klosterwirt Polling
Polling ist ein winziger Ort südlich von Weilheim. Von außen wirkt der Klosterwirt unscheinbar, ein bayerisches Gasthaus halt. Aber dann steht das Essen auf dem Tisch und ich hab kurz nachgesehen, ob ich im richtigen Restaurant sitze.
Der Klosterwirt ist nämlich eine Slow-Food-Empfehlung. Die Küche arbeitet regional, saisonal und kreativ. Außerdem gibt es ein herausragendes vegetarisches Angebot. Der Biergarten am Kloster Polling hat 100 Plätze und liegt direkt an mehreren Rad- und Wanderrouten. Perfekt für einen längeren Stopp, nicht nur für ein schnelles Bier.
Adresse: Weilheimer Straße 12, 82398 Polling



Stopp 4: Seerestaurant Alpenblick am Staffelsee
Der Biergarten am Seerestaurant Alpenblick liegt direkt am Nordufer des Staffelsees. Aussicht: See, Staffelseeinseln, dahinter die Alpen. Schöner geht’s eigentlich nicht. Das Seerestaurant ist Familienbetrieb seit 1979, die Küche von Michael Bott trägt den Euro-Toques-Titel. Auf der Karte: frischer Fisch aus dem Staffelsee, Wild aus den umliegenden Wäldern, Kräuter aus dem eigenen Garten.
Ihr habt die Wahl zwischen Biergarten mit Selbstbedienung und einem schöneren, ruhigeren Bereich im Restaurant. Beides funktioniert, je nachdem wie viel Zeit ihr habt und wie hungrig ihr seid. Highly Recommended.
Adresse: Kirchtalstraße 30, 82449 Uffing am Staffelsee



Stopp 5: Schönegger Käsealm
Der südlichste Stopp und der mit dem ehrlichsten Anstieg davor. Die Schönegger Käse-Alm liegt zwischen Rottenbuch und Wildsteig, mitten in der hügeligen Voralpenlandschaft. Hier wird Heumilch von regionalen Bergbauern zu Käse verarbeitet.
Im Biergarten gibt’s deftige Brotzeiten. Freitags zwischen 11 und 15 Uhr werden frische Kässpatzn serviert, ab zehn Personen ist Reservierung Pflicht. Die Aussicht über die Hügel und die Ammergauer Alpen ist grandios. Nach dem Anstieg fühlt sich jeder Bissen verdient an. Die Schönegger Käse-Alm gibt es auch in Ettal, jeden Donnerstag ab 11:30 Uhr könnt ihr dort beim Schaukäsen zuschauen.
Adresse: Schönegg 6, 82401 Rottenbuch



Wie ihr die Himmlisch Genießen Radrunden plant
Alle sechs Routen findet ihr beim Tourismusverband Pfaffenwinkel und bei der Zugspitz Region. Beide Seiten haben Komoot-Tracks zum direkten Importieren. Beschildert sind die Touren mit dem Engel-und-Breze-Symbol, sodass ihr auch ohne Navi gut zurechtkommt.
Mein Tipp: Plant pro Tag eine Schleife und kombiniert sie zu einer Drei-Tages-Tour. So habt ihr genug Zeit für die Stopps. Außerdem könnt ihr die Touren ganz entspannt mit dem Gravelbike oder Rennrad fahren (Achtung nicht alles ist asphaltiert).
Wer noch mehr Inspiration für Wochenend-Touren ab München sucht: in unserem Weekender von München an den Tegernsee ins Blyb Hotel und der Gravel-Tour an den Walchensee zur Wallerei findet ihr zwei weitere Bayern-Routen, die sich für ein Weekend-Getaway lohnen.
Falls ihr die Himmlisch Genießen Radrunden fahrt: speichert euch diesen Artikel für euer nächstes Bayern-Wochenende. Und schreibt mir gerne, welcher Stopp euer Favorit war.
