Hotel Hohenwart, ITA

Drei Pools, sieben Saunen, Ruheräume, FamilySpa, Adults-only VistaSpa, Restaurant, Fitness-Studio
Hotelausstattung

bschließbarer Bike-Room, MTB- und E-MTB-Verleih
Fahrradeinrichtungen

Glutenfrei, Marende am Nachmittag, 5-Gang-Abendmenü
Verpflegung

Manche Hotels nennen wir intern um. Das Hotel Hohenwart in Schenna heißt bei uns jetzt: View Hotel. Vom Bett, vom Frühstückstisch, vom Pool, vom Solebecken auf dem Dach. Egal wo du stehst, der Blick reicht über die Apfelplantagen und Weinberge bis in die Texelgruppe.

Ein Hotel mit Aussicht und Familiengeschichte

Schenna liegt 300 Höhenmeter über Meran, oberhalb der Apfelplantagen, mit direktem Blick in die Texelgruppe. Das Hotel Hohenwart selbst klebt am Sonnenhang und wird seit Generationen von der Familie geführt. Anschließend muss man sagen: Familienhotel und Wellnesshotel in einem ist eine seltene Kombi, die hier funktioniert. Der VistaSpa ist konsequent adults-only ab 16 Jahren, separat davon gibt es einen FamilySpa für alle, die mit Kindern reisen.

Anreise geht mit dem Auto problemlos. Mit dem Zug fährst du nach Meran, von dort gibt es Shuttle und Bus hoch nach Schenna. Im Hotel bekommst du außerdem den Südtirol Guest Pass, mit dem Bus und Bahn in ganz Südtirol kostenlos sind.

Cycling-Setup: Bike-Room und MTB-Verleih

Der Bike-Room ist abschließbar und hat genug Platz für die Räder. Besonders schön ist außerdem der MTB-Verleih direkt im Hotel. Ich habe einen Tag das Rennrad stehen lassen und mir stattdessen ein Mountainbike ausgeliehen. Die Räder sind richtig gut, und mit dem E-MTB kommst du rauf zum Hirzer oder den Schennaberg entlang, ohne dass du dabei ins Schwitzen gerätst. Perfekt für einen Active Rest Day,

Highlight VistaSpa

Der Wellness-Bereich ist eigentlich der Grund, warum man hier herfährt. Das VistaSpa ist dreistöckig und der Spa-Bereich liegt im höchsten Gebäude des Hotels. Aussicht aus dem Spa ist dementsprechend absurd.

Das Highlight ist das Solebecken auf dem Dach. 34 Grad warmes Wasser, halb Infinity-Pool, halb Whirlpool, Rundumblick auf Schloss Schenna und die Texelgruppe. Schwer zu beschreiben. Einfach mal selbst hingehen.

Dazu kommen drei Pools insgesamt: das 25m-Sportbecken im Garten (28 Grad, beheizt, man kann richtig Bahnen schwimmen), ein Hallenbad mit 30 Grad, und eben das Rooftop-Solebecken. Sieben Saunen, und ein Ruheraum mit traumhaftem Ausblick. Alles da, was man nach einer Tour braucht.

Beim Essen liefert das Hotel an drei Eckpunkten am Tag. Das Frühstücksbuffet ist solide mit regionalen Produkten und frischen Eierspeisen aus der Showküche. Nachmittags gibt es die Hohenwart Marende (15:00 bis 17:00 Uhr), eine Südtiroler Tradition, die das Hotel richtig macht: hausgemachte Kuchen, Salate und warme Gerichte. Perfekt, wenn du nach der Tour ins Hotel rollst und nicht bis zum Abendessen warten willst. Direkt aus dem Sattel in den Spa, danach Kuchen. Genau so. Abends dann ein 5-Gang-Menü vom Küchenchef Maurizio Pitscheider, der seit Jahrzehnten im Haus ist.

Die Sache mit den Höhenmetern zurück

Ehrlich gesagt eine Challenge: Jede Rennrad-Tour ab Hotel endet mit einem Anstieg. Schenna liegt oben, das Hotel sogar nochmal etwas höher. Heißt: Egal wo du fährst, am Ende musst du die 300 Höhenmeter zurück hochkurbeln. Mit müden Beinen kein Spaß. Workaround: Auto packen, runter nach Meran fahren und dort starten. So rollst du flach in den Vinschgau rein und auch wieder flach zurück.

Wer kein puristisches Rennrad-Camp sucht, sondern ein Wellnesshotel mit gutem Rad-Setup und Familien-Tauglichkeit, ist im Hohenwart richtig. Wir kommen wieder. Schon allein wegen des Rooftop-Pools 🫶

  • Henri ist Rennradfahrerin, Bikepackerin und Lapierre Ambassadorin auf Xelius, Pulsium und Crosshill. Mehr als 10.000 Kilometer im Jahr bringen sie auf neue Strecken, in unbekannte Landschaften und zu Orten, die man vom Sattel aus anders sieht. Bei You, Me & Cycling schreibt sie über Radtouren, Weekender und Reiseberichte für alle, die das Abenteuer auf dem Rad suchen, ohne Profi sein zu müssen. Auf Instagram findest du sie als @henricyclinginparadise.

Die Route, die ihr unbedingt fahren müsst.

Wir sind eine 56-Kilometer-Runde über Dorf Tirol Richtung Naturns gefahren, mit etwas über 1.000 Höhenmetern. Die Strecke führt über Dorf Tirol mit Blick auf Schloss Tirol, dann runter in den Vinschgau und auf dem Etschtalradweg flach durchs Tal zurück.