Wenn man an Italien denkt, tauchen sofort Bilder im Kopf auf: Espresso und Pasta, sanfte Hügel, Zypressen – kurz gesagt: der ultimative Sehnsuchtsort. Doch von den Prosecco Hills haben viele noch nie gehört. Denn diese Region nördlich von Venedig ist ein echter Geheimtipp – irgendwo zwischen Postkartenidylle und Klettertraining.
Rennradfahren in den Prosecco Hills bedeutet: versteckte Sträßchen, knackige Anstiege, mega Aussicht – und immer wieder dieser eine Moment, in dem man sich fragt, wie das alles so schön sein kann. Zwischen Rampen und Reben wartet hier eine Region, die sportlich fordert und gleichzeitig einlädt, die Dinge etwas langsamer – und genussvoller – anzugehen.
Basecamp mit Panorama: Tenuta Duchi Corbanus
Unsere Unterkunft lag in Corbanese, in der Tenuta Duchi Corbanus. Ein rot-weiß gestreiftes Gebäude auf einer Anhöhe, die einem direkt mal zeigt, wie steil „Anreise mit dem Rad“ sein kann. Dafür wartet oben ein herrlich ruhiger Rückzugsort mit Aussicht satt, super ausgestatteten Apartments (Küche und Waschmaschine) und genug Platz, um sich nach langen Tagen wieder zu erholen. Views ok.





Highlights fürs Rennrad in den Prosecco Hills
Hier sind meine persönlichen Top-Spots, die den Trip unvergesslich gemacht haben – und perfekt für alle, die Rennradfahren in den Prosecco Hills mal selbst erleben wollen:
- Passo San Boldo: Echte Kurvenkunst. Diese Straße schlängelt sich in engen Serpentinen und fünf (!) Tunneln durch den Fels. Nicht lang, aber legendär.
- Cison di Valmarino: Ein echtes Postkartendorf mit historischem Flair, italienischem Kaffeeduft und viel Charme. Ideal für einen Zwischenstopp.
- Via Ronce: Mitten durch die Reben auf einer fast nicht befahrenen Straße Wellig und wunderschön. Fast zu idyllisch, um wahr zu sein.
- Muro di Ca’ del Poggio: Berühmt-berüchtigt: 15 % Steigung, Giro-Geschichte und Aussicht ohne Ende.
- San Lorenzo Climb: Ein echter Geheimtipp, wunderschöner Anstieg, ideal für Intervalle. Sehr wenig Verkehr.
Genussradeln mit Stil: Fahren, Essen, Trinken, Staunen
Natürlich geht’s nicht nur ums Klettern. Zwischen den Anstiegen warten Panoramastraßen, versteckte Seen und jede Menge Fotospots, bei denen man gerne mal den Schnitt vergisst. Und wer sein Rad mal abstellt, findet in der Region unzählige Möglichkeiten zum Verkosten: Prosecco, regionale Spezialitäten, Dolci – alles, was das Sportler*innen-Herz nach einer langen Ausfahrt begehrt.





Was die Prosecco Hills so besonders macht?
Die Region ist UNESCO-Weltkulturerbe. Kunstvoll terrassierten Weinberge und uralte Dörfer, die aussehen, als hätte sie jemand direkt fürs Postkartenregal drapiert. Und das Beste: Die Berge sind zum Greifen nah. Im Norden ragen die Dolomiten auf, und gleich um die Ecke wartet mit dem Monte Grappa einer der legendärsten Anstiege Norditaliens. Landschaftlich und sportlich ganz klar ein Highlight für sich.
Dazu kommt das Essen. Und zwar überall. In gefühlt jeder Trattoria warten hausgemachte Gnocchi, perfekt gebratene Polenta oder Tiramisu, das man sich auf jeden Fall verdient hat. Einziger Haken? Man sollte Bergfahren mögen. Auf einer 45 km Tour kommen schonmal gleich 800 Höhenmeter zusammen. Und die kleinen Weinbergstraßen haben gut und gerne auch mal 12-15%.
Fazit: Prosecco Hills – Ein Rennradtraum zwischen Rampen und Reben
Die Prosecco Hills sind eine unterschätzte Perle für alle, die mehr wollen als nur flache Kilometer. Zwischen bekannten Anstiegen und unbekannten Wegen erlebt man hier eine Region, die sportlich fordert und kulinarisch belohnt. Ob Passo San Boldo oder Muro di Ca’ del Poggio – jeder Höhenmeter ist es wert.
Tipp: Die komplette Tourensammlung findest du in meiner Komoot Collection – perfekt für alle, die Inspiration für ihren nächsten Rennradurlaub in Venetien suchen.
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